Trading-Journal
Prognose gegen Realität
Die im Backtest ausgewählte Konfiguration wird hier über einen Paper-Account live weitergehandelt — mit denselben Regeln, ohne nachträgliche Anpassung. Das Journal zeigt, ob die Backtest-Erwartung im laufenden Markt trägt oder nicht.
Stand: 30.09.2026 · Paper-Trading · Alle Trades dokumentiert, auch die verlustreichen
Die Regel dieses Journals
Veröffentlicht wird jeder Trade, der nach den festgelegten Regeln entsteht — nicht nur die erfolgreichen. Die Konfiguration bleibt über die gesamte Laufzeit unverändert. Wird sie doch angepasst, steht das mit Datum und Begründung dabei und die Zeitreihe wird getrennt ausgewiesen. Nachträgliche Optimierung würde genau das zerstören, was hier getestet werden soll.
Überblick
Laufende Strategie
Aktiv seit September 2026
Short Put — ausgewogen (F2)
60 DTE · Δ 0,30 · SL 3× · TP 60 % · Min-DTE 10
Im Backtest 8,32 % CAGR* bei −18,3 % maximalem Rückgang*. Im leicht fallenden Markt — der Kernphase der Strategie — die stärkste der drei Finalisten aus Teil 3.
Die Konfiguration stammt aus Teil 3. Aus den drei Finalisten wird allein F2 im Paper-Account geführt. Die Backtest-Werte stehen hier als Erwartungshaltung, nicht als Zielvorgabe — sie sind zinsfrei und auf Kapazitätsbasis gerechnet, der Live-Betrieb ist es nicht. Die Live-Kennzahlen beziehen sich auf das virtuelle Konto mit 1 Mio. USD Startkapital; real gehandelt wird je Trade 1 Kontrakt.
Wertentwicklung
Virtuelles Konto seit Start
Indexiert auf 100 zum Startzeitpunkt, bewertet zum Mittelkurs der offenen Positionen, nach Kommissionen. Ein Vergleich mit dem Basiswert wird ergänzt, sobald das Journal eine lückenlose Kursreihe von SPY enthält.
Einordnung
Was diese Kurve zeigt — und was nicht
Eine Unterperformance gegenüber SPY ist bei dieser Strategieklasse der Normalfall, kein Warnsignal. Im Backtest blieb jeder der 540 Läufe hinter der Rendite des Basiswerts zurück; das Aufwärtspotenzial ist strukturell auf die vereinnahmte Prämie begrenzt. Interessant ist deshalb nicht der Renditevorsprung, sondern das Verhältnis von Ertrag zu Drawdown.
Ebenso wichtig ist die Zeitachse. Bei einer Trefferquote um 75 % und der bekannten Verlustschwere braucht es mehrere Jahre, bevor sich die realisierte Rendite statistisch von null unterscheiden lässt. Ein gutes erstes Halbjahr belegt nichts — und ein schlechtes widerlegt ebenso wenig.
Erwartungshaltung, vorab festgehalten
Die Backtests der drei Finalisten aus Teil 3 ergaben Sharpe Ratios* zwischen 0,78 und 0,99 bei maximalen Rückgängen* zwischen −7,0 und −25,3 Prozent; F2 liegt mit −18,3 Prozent dazwischen. Für den Live-Betrieb ist mit einer Degradation von 30 bis 50 % zu rechnen — eine realisierte Sharpe Ratio zwischen 0,6 und 0,8 wäre damit ein Bestätigungs-, kein Enttäuschungsbefund.
Der Backtest-Rückgang ist ein beobachteter Wert, kein Erwartungswert. Auch ein tieferer Rückschlag läge innerhalb der Verteilung dieser Strategie und wäre keine Falsifikation.
Woher die Konfiguration stammt
Die Herleitung der hier gehandelten Parameter steht in der Short-Put-Analyse. Nach welchen Regeln aus vielen Varianten eine ausgewählt wird, beschreibt die Methodik.
